2. Artgerechte
Ernährung
Bis vor
ca. 60 Jahren haben wir es merkwürdigerweise alle geschafft unsere
Haustiere ohne Industriefutter zu ernähren. Sie waren gesund
(merkwürdig) , stabil (merkwürdig) , es gab keinerlei hausgemachte
Allergien- oder Intoleranzen (noch merkwürdiger....). Dies sind
Erscheinungen des Industrienahrungs-Zeitalters. Allerdings kann man
dem – so man will – durchaus aus dem Wege gehen...
Wenn man
bedenkt, dass wildlebenden Tiere keinen Dosenöffner, keine Schere
zum Öffnen eines Trockenfutterbeutels, keinen Herd oder Mikrowelle
zur Verfügung haben, müsste man davon ausgehen, dass sie sich seit
Urzeiten absolut ungesund ernähren, und eigentlich schon
ausgestorben sein müssten..., nämlich von dem, was SIE SICH SELBST
heraussuchen ;-) Fakt ist aber, dass sich exakt diese Tiere (Hunde
sind Caniden = FLEISCHfresser, im Gegensatz zu Vögeln, die
KÖRNERfresser sind) instinktiv das Richtige heraussuchen.
Übrigens:
„Rohes Fleisch macht den Hund aggressiv“ = ein Ammenmärchen !
Trockenfutter:
Frage an Sie: ernähren Sie sich auch ausschließlich von Tütensuppen
und Müsli ?
Dosenfutter:
Frage an Sie: ernähren Sie sich auch ausschließlich von Dosenravioli
und ähnlichem ?
Warum nicht ?
Warum muten Sie es dann Ihrem Tier, das „der beste
Freund des Menschen ist“ zu ?
Es ist
bekannt (!), dass Fertigfuttersorten welcher Art auch immer keine
artgerechte Ernährung des Hundes/der Katze darstellen. Seit Domestizierung
der Hunde wird von uns aber genau dadurch maßgeblich nicht nur in
das Verdauungsgeschehen der Tiere eingegriffen, sondern in den
Gesamtstoffwechsel des Resonanzkörpers. Auffallend ist seit einigen
Jahren, dass es für den Hunde-/Katzen-Halter immer unüberschaubarer mehr und
mehr Hersteller von Fertigfuttersorten gibt. Jeder propagiert,
seines wäre DAS "Optimale" und "Gesündeste", weil es ausgewogen
zusammengestellt sei, was man bei "artgerechter Frischfütterung"
nicht bewerkstelligen könne. Seit dieser Zeit steigt
ebenso auffällig die Anzahl der Hunde, die plötzlich unter
Futtermittelunverträglichkeiten leiden. Diese „Krankheiten“ gab es
früher nicht in dieser Intensität, als die Hunde noch artgerecht
ernährt wurden. Selbst zu Urzeiten, als die Tiere von Tischabfällen
(!) ernährt wurden waren sie augenscheinlich "gesünder". Wer bereits
mehrere Tiergenerationen betreut hat kann das feststellen: er
betrachte nur mal die Arztrechnungen von früher und heute... Früher
ging mal primär zum Impfen, wobei diese aus einer 3-fach-Impfung +
Tollwut bestand...
Heute - im Zuge des technischen Fortschrittes wird hier
allerdings zum Leidwesen der Tiere auch von Seiten der Hundehalter
kein Augenmerk mehr auf gesunde Frischkost, sondern nur noch
auf schnell und einfach zu handhabende Ernährung gelegt, wie oftmals
propagiert wird. Keiner macht sich die Arbeit einmal die
Inkredenzien der Fertigfutternahrung unter die Lupe zu nehmen. Bei
den Deklarierungen kennt sich heute auch kein Laie - wohlweislich !
- mehr aus.
Fragen wir
uns doch noch einmal: wer von uns ernährt sich ausschließlich von „Fast-food“
oder Dosennahrung ? Und „warum“ sollten wir das nicht tun ?
Warum wird für uns Menschen aus gesundheitlichem (!) Aspekt
„Frischkost“ propagiert ? Genauso verhält es sich bei den Tieren. Zu
den zwangsläufigen Folgen der Fertigfutternahrung gehören alle
plötzlich auftretenden Arten von „Allergien“, wie die sog.
„Futtermilbenallergie“ und die plötzliche Unverträglichkeit einer
schon lange verabreichten Futtersorte, wie auch Diabetes,
Steinleiden und Gelenkbeschwerden. Die Tiere leiden unter Blähungen,
Produktion von Unmengen an Kot (obwohl der Hund vielleicht gar nicht
so viel frisst!). Manche Hunde fressen Unmengen und nehmen
allerdings nicht dementsprechend mehr zu... Andere wiederum wenden
sich sogar nach dem ersten „Dran-schnuppern“ vom Futter ab
(vielleicht schon instinktiv ? ), obwohl sie Hunger haben. Dies
weist bereits auf eine Stoffwechselstörung im Verdauungstrakt, der
Bauchspeicheldrüse oder sogar der Leber hin. Wenn Sie Ihren Hund
(warum auch immer) nicht artgerecht mit Frischfutter versorgen
können, sollten sie auf jeden Fall Ihr Dosenfutter auf die
Inhaltsstoffe kontrollieren und vor allem auf das Verfallsdatum
achten. Schweinefleisch und Innereien, wie auch Fleisch das nicht
mehr zum menschlichen Verzehr freigegeben ist haben in Hundefutter
nichts zu suchen! Alleinige dauerhafte Gabe von Trockenfutter kann
Nierenfunktionsstörungen zur Folge haben. Der Fleischanteil des
Futters sollte den Großteil des Futters prozentual gesehen
ausmachen. Der Hund ist
Fleischfresser, und es fehlen ihm wichtige Nährstoffe, wird er
ausschließlich mit Fertigfutter ernährt.
ABER: Nicht jeder Hund verträgt
allerdings heute das eigentlich gesunde „Barfen“, weil er auch
zuchtbedingt schon verdauungsmäßig degeneriert ist. Man muß also
auch hier individuell das Futter aussuchen. Nicht alles, was für „Bello“
zuträglich ist, ist auch für „Bonni“ optimal. Somit geschieht es
nicht selten, dass der Hund zum Versuchskaninchen aller Arten von
Futtersorten wird, und die permanente Futterumstellung wiederum dazu
beiträgt, daß der Verdauungstrakt massive Irritationen aufweist. Der
Säure-Basen-Haushalt ist nicht mehr physiologisch gestaltet wie auch
die gesamte Magen- und Darmflora. Jegliche Art von Futterumstellung
muß also auf jeden Fall langsam gestaltet werden.
Wer
sein Tier artgerecht ernähren will findet heutzutage im Internet alle möglichen
Hilfestellungen (Webseiten) wie auch Literatur, die es vor vielen
Jahren noch nicht gab (.. und unter uns... auch noch nicht nötig war
! ).
Empfehlen möchte
ich Ihnen das Studium der Bücher
"Katzen
würden Mäuse kaufen" von Hans-Ulrich
Grimm
"Natural
Dogfood"
und "Natural Catfood" meiner THP-Kollegin Susanne Reinerth
3.
Sterbebegleitung für Tiere
Der Tod eines tierischen
Freundes gehört zum Leben mit einem Tier dazu. Es ist natürlich ein
sehr schmerzhafter Vorgang, schmerzhaft vor allem dann, wenn man
sich auf diese Situation nicht vorbereitet hat oder nicht
vorbereiten konnte.
Als Wegbegleiter möchte ich hier
das Buch "Wenn
Tiere ihren Körper verlassen" empfehlen.
