Kreatives

Als junges Mädchen Anfang der 70er Jahre war es mein Hobby meine Kreativität in Form von Musik und Texten umzusetzen und Gedichte zu schreiben.

Heute macht es mir ebenso Freude, dass mir auch die Naturheilkunde das Kreativ-sein ermöglicht, denn das Spektrum der Therapieverfahren ist so groß, dass auch hier „Kreativität“ möglich und sogar erwünscht ist.

Des weiteren versuche ich ein bisschen mehr „Positivität“ zu verbreiten.

„Positiv denken“ ist mittlerweile zu einer fast schon abgedroschenen Phrase geworden, da sie an allen Ecken und Enden passend oder auch unpassend zur Anwendung kommt. – Leider! Manche rümpfen schon entnervt die Nase, wenn man sagt „denk doch mal positiv!“.... Ich empfehle dagegen lieber : „Denken wir an das, was wir WOLLEN und nicht immer an das, was wir NICHT wollen. Damit nehmen wir unterschwelligen Ängsten die Grundlage sich in uns zu manifestieren und geben dem Kosmos die Möglichkeit, DARAUF zu re-agieren. Gleiches zieht Gleiches an ;-). Das Leben wird lebens-werter, und wir sind weniger anfällig gegen Unbill, bzw. wir können besser mit den „Stolpersteinen des Lebens“ umgehen, die uns ja auch nicht grundlos in den Weg gelegt werden....

Hier ein paar kleine Gedichte – mit der Bitte um Beachtung des allgemein gültigen Urheberrechts

:-) Dankeschön.


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Erinnerung an das Grüntal

Die Krähe „Rufus“

Seit wir eine Wohnung an der Isar „unser“ nennen lernten wir uns sehr schnell kennen.
Immer wenn die ersten Sonnenstahlen auf unsere Terrasse fallen
sitzt er (Rufus) im Baum mit großem Gekräh“...manchmal tun einem richtig die Ohren weh!
Fünf Jahre begleitete uns der schwarze Gesell‘
und war beim Frühstück immer schnell zur Stell‘,
er liegt geduldig auf der Lauer und wartet auf die Brotkrümel auf der Terrassenmauer
vorsichtig fliegt er dann heran wartet, und schaut, ob er noch ‚nen Zentimeter näher kommen kann
schnappt sich ein Stückchen und fliegt zum sicheren Baum
dort verspeist er das Bröckchen man sieht ihn kaum.
Mit lauten „Kraaakraaa“ bedankt er sich und wagt einen neuen Anflug zum Tisch
Ab und zu lud er Frau Krähe mit ein und holte die Stückchen fürs „dinner zu zwein“
Fünf Jahre lebten wir so tagein, tagaus dann zogen wir leider wieder aus.
Er muß enttäuscht gewesen sein wie er plötzlich merkte, er war wieder allein!



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In Schwabing

Vögel in der Stadt


Es war – dass man’s kaum glauben möcht, an einem Frühjahrstag
da dachten wir, wir hör’n nicht recht... : wir hörten Schlag um Schlag...
Es hämmerte im Rhythmus dort an einem Pappelbaum
der da vor Franzens Zimmer stand, wir wollten dem nicht trau’n.
Wir starrten in das zarte Grün und suchten recht und schlecht
bis er – der Franz – ihn hat geseh’n: „Schau her – DA ist .... ein Specht!!!!“
Erstaunlich doch war anzuseh’n, es muß’t ein Echo geben
denn hörte dieser Vogel auf – der Ton tat weiterleben!!
Das gibt’s doch nicht – das kann nicht sein... Wir wollten es nicht glauben
doch es ist wahr - es ist kein Schein: ‚s entstand vor unsren Augen
ein zweiter Vogel im Geäst der hämmert mit Genuß
sobald der eine ‚s klopfen lässt als wär’s ein Antwortgruß.
So seht und hört: es gibt sie schon inmitt’ der Großstadt drin,
den Vögeln steht trotz viel Beton nach Zwitschern noch der Sinn.:
Frühmorgens schon – so gegen vier wird man des Schlafs beraubt
hört man sie zwitschern, tirilier’n auch wenn es keiner glaubt!
Doch weiß man froh, wenn man sie hört man ist noch nicht ganz taub
auch wenn’s den Schlaf einst stört....



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Ein Puppen-Gedicht

Mein Freund Fridolin

Er kam zu meinem 40.ten nach München geflogen, und ich freute mich, ganz ungelogen,
doch das erste, was ich von ihm sah war ein buntes Gewand und ein blaues Strubbelhaar

Zunächst einmal, ganz ungehemmt, wurde er vor meinen Augen „gekämmt“!
Dabei bedauerte ich ihn sehr, denn rüde am Hals gepackt schüttelte man ihn hin und her.

Ich wußte nicht, was soll das sein ??? Von dem Moment an war „er“ mein.
Ich war so froh und nannte ihn „Fridolin“ – mein Harlekin.

Er ist fürwahr ein echter Schatz und fand auf einem Kissen Platz.
Dort muß er nicht alleine sein, „Franziska“ ist da, die findet ihn fein!
„Sie ist so ähnlich, wie ich bin!“ – staunt Fridolin, der Harlekin.

Die beiden sind nett anzuseh’n man kann ihnen nicht widersteh’n.
Das Puppenmädchen und der bunte Mann freundeten sich sofort an.
Verliebt schaut sie jetzt zu ihm hin zu Fridolin, dem Harlekin.

Da sitzen sie ganz eng bei’nand auf einem Stuhl, fest Hand in Hand.
Sie schmiegt sich ganz lieb an ihn hin, ihm wird ganz warm in Herz und Sinn.

Bestimmt hat er sie schon geküßt, doch wenn jemand im Zimmer ist
sitzt sie nur brav auf seinem Schoß und denkt: „Wann gehen die Leute bloß?“
Und alle schau‘n verzückt dort hin zu ihr und ihrem Fridolin

Und die Moral von der Geschicht ? Verschenke „keine Puppen nicht" ;-),
denn diese halten fest zusammen und wissen von allen, die je kamen
alle kleinen Kleinigkeiten, ob sie freundlich sind - oder gar streiten ...

Doch verschwiegen, wie es ihnen frommt: kein Wörtchen über ihre Lippen kommt
Treu‘ und Loyalität ist stets der Sinn von Franziska und ihrem Fridolin
So erzähle ich jedem gern von ihm von Fridolin, meinem Harlekin.

 

© der Texte liegt bei Petra Stein