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Naturheilkunde oder Schulmedizin?
Schulmedizin und Naturheilkunde sollten nicht als "Konkurrenz"
angesehen werden. Jeder Bereich hat seine Berechtigung und seinen
eigenen Wirkungskreis.
Gemeinsamkeit:
sowohl bei THP als auch beim Tierarzt stehen Anatomie, Pathologie
und Physiologie sowie schulmedizinische Diagnostik auf dem
Stundenplan. In der Spezifizierung trennen sie sich: Schwerpunkt in
der THP-Ausbildung liegt dann in der Einführung in den Gedankengang
der Ganzheitsmedizin (ursächlich denken) sowie in die
naturheilkundliche Diagnostik und die mannigfaltigen
Therapiemöglichkeiten, die die Naturheilkunde bietet, denn das sind
letztlich die Domain des THP. Danach hat jeder THP die Möglichkeit
sich zu spezialisieren und auf diesen Gebieten fortzubilden.
Aufgrund dessen ist jeder THP auch ein Individualist, denn keiner
kann von sich behaupten, daß er alle Naturheilverfahren
absolut versiert anwenden kann!
Gemeinsamkeit:
THP und Tierarzt versuchen sicherlich beide jeder mit seinen Mitteln
nach bestem Wissen und Gewissen dem Tierpatienten zu helfen seine
Lebensqualität zu erhalten oder wiederzuerlangen. Der THP ist dabei
insbesondere darauf bedacht, daß er sich den Tierhalter zum
zuverlässigen Partner macht, indem er ihn aufklärt, ihn vielleicht
in die Hierarchie der
Krankheitsursachen einweiht, damit er besser versteht, was jetzt
möglich ist und was nicht, in welcher Ebene man sich therapeutisch
jetzt bewegen kann. Er wird ihn aktiv in die Therapie mit
einbeziehen.
Die Therapie der
Schulmedizin ist symptomatisch ausgerichtet, die Naturheilkunde
hingegen versucht die Ursachen einer organischen oder psychischen
Disharmonie aufzudecken und auszuräumen, sofern dies möglich ist.
Voraussetzung zum sinnvollen Einsatz der Naturheilmittel ist
allerdings, daß die Selbstheilungskräfte des Organismus nicht ganz
erloschen sind. Heutzutage wirken auch erbliche Dispositionen (Erbtoxine)
speziell bei den gezüchteten Rasse-Tieren einem
naturheilkundlichen Therapieerfolg entgegen und können einen
Linderungs- oder Heilungseffekt blockieren und verzögern.
Das
Berufsbild des Tierheilpraktikers
Infofilm - bitte hier
klicken: Der Tierheilpraktiker
Seit wann gibt es Tierheilpraktiker?
Seit Anfang der 1980er Jahre werden in Deutschland THP's in Fachschulen ausgebildet
(kein Studium!). In den
letzten Jahren stellen wir einen regelrechten "Boom" diesen Beruf
betreffend fest. Das bedeutet natürlich auch - wie in jeder Sparte -, daß es heute auch eine Vielzahl an
THP-Schulen gibt, die unterschiedlich ausbilden, dementsprechend
ein uneinheitliches Prüfungslevel bieten und die THP zum Ende der
Ausbildung auf unterschiedlichem Wissensstand sind.
Wie
sieht das Tätigkeitsfeld eines THP aus?
Er
versucht, den ihm anvertrauten tierischen Freunden auf natürliche
Weise zu helfen ihre Gesundheit zu erhalten oder
sowohl organische als auch psychische Disharmonien zu lindern
oder - wenn möglich - zu heilen. Wie beim Human-Heilpraktiker steht
die Ergründung und Behandlung von Krankheits-Ursachen im Vordergrund.
Es kommen Heilverfahren aus der Naturheilkunde zum Einsatz, die die körpereigene
Abwehr stärken und das Selbstheilungsbestreben des Körpers anregen.
Wichtiger als das Wissen um den richtigen Einsatz, die Wirkung und die
Anwendung der ihm zur Verfügung stehenden Mittel und Methoden ist
allerdings, daß der Therapeut die Grenzen der Naturheilkunde
erkennt, denn auch die Naturheilverfahren stellen keine "Allheilmedizin" dar!
Gibt
es Einschränkungen in diesem Beruf?
Dem
THP sind durch das Gesetz einige Tätigkeiten untersagt: Impfungen,
die Behandlung von Tierseuchen, der Umgang mit rezeptpflichtigen
Medikamenten, sowie das Narkotisieren und Operieren (letztere gehören
unumstritten in die Hand eines versierten Chirurgen, der Durchführung
und Wirkungsweise dieser Methoden im Gegensatz zu einem THP in seinem Studium erlernt hat).
Ignoriert ein THP diese Gesetzesvorgabe so dürfen Sie ihn von
vornherein als unseriös ansehen. Ebenso wird ein
verantwortungsbewußter THP niemals seine Dienste online oder in
etwaigen Foren kostenlos anbieten oder "ersteigern" lassen!!
Auch das Führen eines Titels wie "Dipl.THP" ist rechtlich
unzulässig. Er suggeriert irreführend einen "besseren
Ausbildungsstatus", denn es handelt sich in keinem Fall um ein
Hochschulstudium, das das Führen des Titels "Dipl." rechtfertigen
würde.
Wie
können Sie THP werden?
Leider
ist die Berufsbezeichnung immer noch nicht gesetzlich geschützt, so daß
sich jeder Tierfreund, der sich sein Wissen autodidaktisch angeeignet
hat "THP" nennen darf. Eine wirklich
seriöse, verantwortungsbewußte Behandlung wird allerdings nur
der Therapeut anbieten können, der eine konkrete Ausbildung zum THP
absolviert hat. Sie wird - wie schon erwähnt - von verschiedenen THP-Schulen in
Deutschland angeboten. Meist handelt es sich zwar um Fernstudienlehrgänge,
die einen Zeitraum von 18 Monaten umfassen aber mit einer - wenn auch
nicht staatlich anerkannten so jedoch nicht weniger anspruchsvollen Prüfung
abgeschlossen werden, wie sie auch in allen anderen Heilberufen notwendig
ist. In diesen Schulen wird
- im Gegensatz
zu anders lautenden Aussagen Außenstehender (!) - alles Wissen vermittelt, das primär für
den THP-Beruf von Bedeutung ist, wie oben schon erwähnt: dies geht von Anatomie,
Pathologie, Physiologie (die Dozenten hier sind meist selbst
Schulmediziner) über die verschiedenen Diagnose- und Therapieverfahren ,
die dann tatsächlich in der THP-Praxis zur Anwendung kommen und ein
ebenso umfangreiches Wissen erfordern, wie die schulmedizinischen
Diagnose- und Therapiemöglichkeiten.
Wie
finden Sie einen ausgebildeten THP?
Aufgrund der o.g. heutigen Vielfalt an Schulen ist es für den
Tierhalter als Laie
schwierig, einen versiert ausgebildeten THP zu finden. Unzureichende
Ausbildungen via anonymer Fernlehrgänge (Schüler und "Dozenten"
eines "Institutes" kennen sich quasi nicht) haben seit einiger Zeit
verständlicherweise die Ausbildung zum THP in Mißkredit gebracht.
Verallgemeinernde, unqualifizierte Negativpropaganda in den Medien
verunsichert zusätzlich. Wenn Sie sich an die folgenden Regeln
halten werden Sie aber mit Sicherheit einen für den THP-Beruf
qualifiziert ausgebildeten Therapeuten finden:
Mein Tipp: Wenden Sie sich am die
Kooperation der THP-Verbände, der heute fünf Verbände nebst ihren
Schuleinrichtungen angehören. Gegründet wurde die Koop 2004 von den
Verbänden DGT, DTU, THP und VfT. Heute gehört auch der VETT dieser
Kooperation an. Darüber hinaus führen auch die ATM und
Paracelsus-Schule die Liste der bundesweit agierenden, versiert
ausbildenden Schulen an.
Gerne können Sie
sich aber auch an die Ag-THP (Arbeitsgruppe für THP) wenden.
Hier findet im internen Forum kollegialer Austausch von Fachkräften
statt. All diese Organisationen führen Therapeutenlisten, und man wird Ihnen gerne
Auskunft geben. In diesen Verbänden, wie auch in der Ag-THP, finden ausschließlich
ausgebildete, geprüfte THP Aufnahme, die auch ein einheitliches Prüfungslevel
absolviert haben. Ihr THP wird
Ihnen gerne sein Ausbildungs-Zertifikat
zeigen (meist nennt sich das
"Diplom", ohne aber wie gesagt Anspruch auf eine damit verbundene bessere
Qualifikation zu erheben!) .
Somit schließen Sie das Risiko aus, an
einen unausgebildeten Autodidakten zu geraten.
Welche
Diagnose- und Therapiemöglichkeiten bietet ein THP an?
Diagnostisch
bedienen sich mittlerweile viele THP über die herkömmlichen
Diagnosemöglichkeiten hinaus der sog.
"Bio-Resonanz-Analyse", wie sie seit langem schon im
humanheilpraktischen Bereich erfolgreich zur Anwendung kommt. Dieses Diagnose-Verfahren
ist -
wie viele der von den THP angewendeten Therapiemaßnahmen - wissenschaftlich umstritten und von der
Lehrmedizin nicht
anerkannt.
Es hat den Zweck, sowohl bestehende
Krankheiten als auch Krankheitsbereitschaften im elektromagnetischen
Schwingungsfeld des Lebewesens auszumachen. Voraussetzung für die BRA
ist jedoch das Wissen um die "Hierarchie der Krankheitsursachen",
damit man sich als Therapeut nicht nur zum unwissenden Handlanger
einer Diagnostik degradiert, sondern versiert testen und/oder auch
die Ergebnisse auswerten kann.
Nach der Ausbildung
hat jeder THP die Möglichkeit sich auf
eine/mehrere bestimmte Tierart(en), die er behandelt wie auch auf
bestimmte Therapieverfahren zu spezialisieren, mit denen er sich am besten im Einklang
befindet. Neben der wichtigsten Therapieform, der Homöopathie,
stehen u.a. zur Verfügung: Akupunktur (bei Tieren bevorzugt mittels
Infra-Rot-Laser, da schmerzlos), Bach-Blüten-Therapie, Zytoplasmatische Therapie, Magnetfeld-Resonanz-Therapie,
Bio-Resonanz-Therapie, Nosoden-Therapie wie auch Farb-, Ozon-, Phytotherapie,
Blutegel-Therapie u.v.a. Ein versierter THP wird sich auch
hier auf bestimmte Therapieverfahren spezialisiert haben und nicht
die ganze Bandbreite an Therapiemöglichkeiten anbieten. Manchmal ist
"weniger mehr" ;-)
Ein jeder THP
kann also ein Individualist in seinem Beruf (seiner Berufung) sein.
Wenn eine von Ihnen favorisierte Therapieform bei Ihrem Tier zur
Anwendung gebracht werden soll, und Ihr THP führt diese Therapieform
nicht durch, haben Sie immer zwei Möglichkeiten: entweder nehmen Sie
das Therapieangebot Ihres THP wahr, sofern er eine adaequate
Alternative anbieten kann, oder er wird Ihnen helfen einen
Therapeuten zu finden, der Ihrem Therapiewunsch entspricht. Doch
bedenken Sie: Jede Disharmonie benötigt auch ihre eigene
Therapieform; manche Therapieform setzt eine gewisse körpereigene
Funktionalität voraus.
Abzuraten:
ist von gut gemeinten aber dennoch unqualifizierten
"Therapieratschlägen" von Tierhaltern, wie es im Zeitalter des
Internets nun einmal in Foren gang und gäbe ist. Mißerfolge gehen zu
Lasten der Therapieform ("es wirkt nicht!"), nicht zu Lasten des
Ratgebers, und auch zu Lasten des Geldbeutels des Tierhalters, der
unnötige Kosten durch Heilmittel "zum Ausprobieren" hat. Manchmal
ist es in der Tat billiger - und für den Tierpatienten effektiver!
-, wenn ein Therapeut zu Rate gezogen wird. Ganz davon abgesehen,
daß eine Laientherapie auch entgegen mancher Meinung Schaden
anrichten kann...
Buchempfehlung:
Wie hilft die
Naturheilkunde meinem Hund
©
der Texte liegt bei Petra Stein
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